Hart oder weich? Der ideale Härtegrad für Ihr Wohlbefinden

Die optimale Matratze für das eigene Schlafzimmer zu finden, ist nicht unbedingt die leichteste Aufgabe. Schließlich hat jeder andere Anforderungen in puncto Schlafkomfort. Dem Rücken wie seinen Bandscheiben schadet man möglicherweise, wenn man die Nächte jahrelang auf einer durchgelegenen oder zu weichen Matratze verbringt. Die menschliche Wirbelsäule sollte nachts ihre natürliche Doppel-S-Form bewahren, so dass sie zwischen Kopf und Steißbein eine gerade Linie bildet. Bei einem Neukauf sollte man sich daher bewusst Zeit nehmen, vielleicht länger mal Probe zu liegen – auch zu Hause, wenn dies möglich ist – und nicht am falschen Ende sparen.

Härtegrade sind in Deutschland variabel

Im Dschungel der verschiedenen Modelle, die auf dem Markt angeboten werden, gibt es zum Glück die eine oder andere Hilfestellung. So werden Matratzen in unterschiedlichen Härtegraden angeboten. Allerdings sind diese in Deutschland nicht genormt, so dass die Angabe des Härtegrads völlig der Einschätzung des jeweiligen Herstellers überlassen ist. Sogar zwischen den Matratzen ein und desselben Produzenten kann die Festigkeit sehr verschieden ausfallen – und das sogar, wenn auf den Produkten derselbe Härtegrad angegeben ist! Die gesetzlichen Vorgaben lassen hier einen sehr großen Spielraum. Daher stellt auch der Härtegrad nur einen ersten Anhaltspunkt dar, wie weich oder hart eine Matratze tatsächlich ist. Auch sonst gibt es deutliche Unterschiede: Manche Hersteller beschränken sich auf die Unterteilungen H2 und H3, während andere die ganze Palette von H1 bis H5 ausschöpfen. Meistens stößt man in Geschäften auf drei Stufen, wobei sich der Härtegrad gewöhnlich am Körpergewicht orientiert:

  • Härtegrad 1 = weich, für Menschen bis 70 kg Gewicht.
  • Härtegrad 2 = mittel, für Personen bis 100 kg.
  • Und schließlich Härtegrad 3 = hart, für Personen mit bis zu 140 kg Körpergewicht.

Die persönliche Größe bleibt bei dieser Einteilung unberücksichtigt. Es gibt zwar Tabellen, in denen Körpergröße und Gewicht in Relation gesetzt werden. Aber auch hier werden weitere, individuelle Besonderheiten ignoriert: Etwa starke Hüften oder Schultern, eine extra schmale Taille etc.

Die meisten Matratzen sind so individuell wie ihre Käufer

Kein Wunder, dass diese wenig allgemeingültige Angabe des Härtegrads häufig in einen Fehlkauf mündet. So werden neben der Körpergröße auch das Alter sowie die vorhandene oder auch fehlende sportliche Betätigung der Person außer Acht gelassen. Auf jeden Fall sollte man als Kunde darauf achten, dass die gewählte Matratze die richtige Höhe aufweist. Zwar gibt es keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen dem Durchmesser einer Matratze und deren Wertigkeit. Falls für das Produkt günstige Materialien verwendet wurden, kann ein größerer Durchmesser aber durchaus ein „Mehr“ an Bequemlichkeit bedeuten. Bei speziellen Varianten wie Taschenfederkern- oder Federkernmatratzen ergibt sich die Höhe übrigens oft automatisch, da diese durch die verwendeten Materialien automatisch bedingt wird. Hierzulande üblich sind Höhen zwischen 14 und 25 cm.

Am Ende des Tages sind allerdings nicht die Zahlen für Härtegrade oder Matratzendicke von Bedeutung. Worauf es ankommt, ist vor allem der individuelle Liegekomfort. Jeder hat seine eigenen Vorlieben bei der Festigkeit seiner Matratze. Hören Sie also auf Ihr Liegegefühl!