Rückenbeschwerden vorbeugen mit der richtigen Matratze

Es beginnt früh: Schon bei den 15- bis 19-Jährigen sind 8,2% der Krankenstände in Deutschland auf eine Erkrankung des Muskel-Skelett-Systems zurückzuführen. Bei den über 60-Jährigen liegt dieser Anteil bereits bei 26,7%, so der im März dieses Jahres veröffentlichte DAK-Gesundheitsreport 2016. Im Jahr 2015 hatte diese Krankheitsart insgesamt einen Anteil von 21,7% an den Krankschreibungen. Mit 325,9 Tagen Arbeitsunfähigkeit je 100 Versicherte lag die Erkrankung des Muskel-Skelett-Systems – wie schon in den Vorjahren – beim Tagevolumen an der Spitze.

Betrachtet man nur die Rückenschmerzen, so sind diese mit einem Anteil von 5,7% nach der Infektion der Atemswege (14,5%) die zweithäufigste Einzeldiagnose bei Krankschreibungen, gefolgt von Krankschreibungen wegen depressiver Episoden (1,2%). Weil es im Rücken zwackt, blieben Arbeitnehmer im vergangenen Jahr fast so viele Tage zu Hause wie Arbeitnehmer, die wegen einer Erkältung das Bett hüten mussten.

Rückenprobleme als Volkskrankheit Nummer eins zu bezeichnen, hat insofern seine Berechtigung. In einer umfassenden Studie »Gesundheit in Deutschland aktuell« des Robert Koch-Instituts aus dem Jahr 2009 gaben 20,7% der Befragten an, im vergangenen Jahr mindestens drei Monate oder länger unter anhaltenden Rückenschmerzen gelitten zu haben.

Was genau versteht man unter Rückenschmerzen?

Unter Rückenschmerzen (medizinisch »Dorsopathie« genannt) werden nach Definition des Berichtes des zuständigen Ausschusses des Bundestages akute (plötzlich auftretende) bis chronische (dauerhafte) Schmerzzustände in allen Bereichen des Rückens verstanden. Sie können durch eine große Anzahl von Krankheiten die Knochen, Gelenke, Bindegewebe, Muskeln und Nerven des Rückens betreffen, aber auch durch psychische Belastungen verursacht werden. Insofern ist es aufwändig und schwierig, in jedem Fall die Quelle herauszufinden. Dementsprechend werden etwa 80% aller Rückenschmerzen als unspezifisch eingeordnet. Das heißt, eine Ursache ist nicht auszumachen.

Wie die richtige Matratze Gesundheit und Wohlbefinden unterstützen kann

Einig sind sich die Experten darin, dass es vielfältige Möglichkeiten gibt, dem Leiden vorzubeugen: viel Bewegung, die richtige Körperhaltung, die richtige Sitzposition und – angesichts der Tatsache, dass der Mensch etwa ein Drittel seines Lebens im Bett verbringt – vor allem auch die richtige Liegeposition.

Die spontane Schlafdauer der meisten Menschen liegt nach Angaben des Schlafzentrums München zwischen 7 und 9 Stunden pro Nacht. 7 bis 9 Stunden, die in erheblichem Maße darüber entscheiden können, wie sich der Mensch am nächsten Tag fühlt. Denn dass der Körper die nächtliche Ruhe als Regenerationsprogramm braucht, um leistungsfähig und gesund zu bleiben, ist eine Binsenweisheit.

Aus medizinischer Sicht steht mittlerweile fest, dass Rückenschmerzen kein rein mechanisches Problem sind. Jeder Schmerz entsteht im Gehirn. Patienten, die nicht ausgeschlafen sind, leiden umso mehr. Gerade deshalb muss man Schlafen und das Bett als sehr verbundene Einheit sehen. Alles, was einen erholsamen Schlaf stört, kann zu Rückenschmerzen führen. Ihre Matratze ist davon nicht ausgeschlossen.

Gute Matratzen unterstützen Ihren Rücken. Heilen kann sie Ihre Beschwerden leider nicht – allen versprechen zum Trotz, die einem immer wieder begegnen. Umso wichtiger ist es, präventiv auf die richtige Matratze zu achten, das heißt, auf die ganz individuell zugeschnittene Lösung. Bequem muss die richtige Schlafunterlage sein, um Verspannungen jeglicher Art vorzubeugen. Auf individuelle Beratung und einen Liegetest sollte man vor dem Kauf nicht verzichten, denn jeder Körper unterscheidet sich hinsichtlich Größe, Gewicht, Körperbau oder Wärmebedürfnis. Nicht umsonst heißt es: Wie man sich bettet, so liegt man – heute und morgen. Das gilt für die Jungen ebenso wie für die Menschen über 60.