Welche Lattenroste gibt es und welche Form passt zu mir?

Ein Leben ohne Lattenrost ist möglich, aber keine gute Idee. Denn diese unscheinbaren Latten sorgen für eine gute Belüftung der Matratzen und wirken Schulter- sowie Rückenschmerzen entgegen. Es ist ratsam, sich ein paar Gedanken um die eigene Schlafunterlage zu machen. Die Auswahl an Lattenrosten ist groß. Der unbedarfte Laie verliert hier schnell den Überblick. Wir beantworten die Frage, welcher Lattenrost zu Ihnen passt.

Arten von Lattenrosten

Federholzrahmen

Lattenroste mit einem Federholzrahmen sind der Klassiker. In der Regel befinden sich bei diesem Exemplar 28 elastische Latten im Abstand von 3 bis 5 Zentimetern. Je kleiner der Abstand zwischen den einzelnen Latten ist, desto höher ist der Liegekomfort. Der Markt bietet auch Kunststoffrahmen oder Modelle aus Metall an. Diese neigen jedoch zum Knarren und Quietschen, sodass der Holzrahmen weiterhin als absoluter Liebling der Käufer den obersten Rang anführt.

Nicht verstellbarer Lattenrost

Die Bezeichnung „nicht verstellbar“ bezieht sich auf das Kopf- und Fußteil, die nicht beweglich sind. In der Regel bringt ein Lattenrost immer eine gewisse Flexibilität mit, da er als Unterfederung der Matratze dient. Als optimales Material für die Latten hat sich Schichtholz einen Namen gemacht, da es über viele Jahre hinweg elastisch und stabil bleibt.

Verstellbarer Lattenrost

In dieser Kategorie sind das Kopf- wie auch das Fußteil beweglich. Das ist vor allem für Menschen, die im Bett gerne lesen oder fernsehen praktisch. Die verstellbaren Lattenroste sind unter der Bezeichnung „K+F“ im Handel zu finden. Bei den meisten Modellen sind Kopf- und Fußteil manuell einzustellen.

Elektrischer Lattenrost

Die Luxusvariante der verstellbaren Lattenroste verändert ihre Position mithilfe eines Motors. Kopf- und Fußteil können damit unabhängig voneinander eingestellt werden können. Einmal auf den Knopf der Fernbedienung gedrückt und wie von Geisterhand passen sich Kopf- und Fußteil den eigenen Bedürfnissen an. Ein elektrischer Lattenrost sollte unbedingt eine automatische Netzfreischaltung besitzen, sodass während dem Schlaf kein Elektrosmog entsteht.

Mehrzonen-Lattenroste

Ein optimaler Lattenrost besitzt verschieden harte Zonen. Dadurch passt sich der Rost perfekt der Körperkontur an. Bei einem Mehrzonen-Lattenrost sinkt die Schulter tiefer ein als die Hüfte, wenn der Schlafende auf der Seite schlummert. Die Wirbelsäule liegt in diesem Fall gerade und der Körper kann optimal entspannen.

Rollrost

Ausrollen, Matratze darauflegen und fertig. Der Rollrost ist die einfachste und günstigste Variante.

Die einzelnen Holzleisten sind durch ein elastisches Band miteinander verbunden und stecken nicht in einem Holz- oder Plastikrahmen. Für dieses Modell werden vorrangig Weichhölzer wie Kiefern und Fichten verwendet. Studenten lieben den Rollrost, da ein Umzug mit dieser Variante kein Problem darstellt. Der Liegekomfort geht dabei aber leider flöten.

Tellerrahmen

Neben den gebogenen Holzlatten übernehmen bewegliche Teller aus Kunststoff den Liegekomfort im Bett. Jeder einzelne Teller ist nur an einem Punkt mit der Holzlatte verbunden und kann sich in alle Richtungen bewegen. Dadurch reagiert der Rost flexibel auf jede Bewegung des Schlafenden. Der Tellerrahmen ist ein ergonomischer Traum, allerdings etwas kostspieliger.

Welcher Lattenrost passt zu mir? Mit diesen drei Tipps zum perfekten Lattenrost

  • Auf die Matratze kommt es an: Schlafunterlagen aus Schaumstoff, zum Beispiel Kaltschaummatratzen, Gelschaummatratzen oder Komfortschaummatratzen, benötigen einen anderen Lattenrost als beispielsweise Federkernmatratzen.
  • Das Bettgestell unter die Lupe nehmen: Doppelbetten, die keinen Mittelholm besitzen, benötigen Stützfüße, damit die Lattenroste nicht brechen. Elektrische Lattenroste brauchen ausreichend Platz für den Motor unter der Schlafstätte.
  • Eignet sich der Lattenrost für das eigene Körpergewicht? Für Menschen, die ein paar Rundungen um die Hüften tragen, lohnt sich die Anschaffung eines speziellen XXL Lattenrostes. Sie sind zwar etwas teurer, aber ein erholsamer Schlaf ist eben mit Gold nicht aufzuwiegen. Zudem kann neben einem passenden Lattenrost auch ein Topper die Härte und das Schlafgefühl regulieren.